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Soka Gakkia International

»Die SGI wurde 1975 von Daisaku lkeda gegründet und später als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) in die Vereinten Nationen aufgenommen.«

Die Soka Gakkai International (SGI) ist die internationale Gemeinschaft der Laiengläubigen des Buddhismus Nichirens.

Die SGI wurde 1975 von Daisaku lkeda gegründet und später als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) in die Vereinten Nationen aufgenommen. Sie vertritt u. a. folgende Ziele:

  1. Auf der Grundlage des buddhistischen Respekts vor der Unverletzlichkeit des Lebens und in dem Wunsch nach Glück und Wohlergehen der gesamten Menschheit zu Frieden, Kultur und Erziehung beizutragen.
  2. Ausgehend vom Ideal der Weltbürgerschaft die grundlegenden Menschenrechte sicherzustellen und niemanden aus irgendeinem Grund zu diskriminieren.
  3. Die Freiheit der Religion und der religiösen Äußerung zu fördern und zu schützen.

Soka Gakkai bedeutet »Werteschaffende Gemeinschaft«. Diese Bezeichnung spiegelt die Tatsache wider, daß es das Ziel der Ausübung des Buddhismus Nichirens ist, auf persönlicher Ebene Weisheit, Mut, Mitgefühl und Lebenskraft zu entwickeln und dadurch einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Die Aufgabe der SGI besteht daher in erster Linie darin, es ihren Mitgliedern zu ermöglichen, den Buddhismus genau so auszuüben, wie es Nichiren lehrte und dadurch Glück und menschliche Werte sowohl in ihrem eigenen Leben als auch in ihrer Umgebung zu verwirklichen.
Zur Zeit hat die SGI etwa zwanzig Millionen Mitglieder in 115 Ländern, mit Hauptsitz in Tokyo. Überall auf der Welt treffen sich die Mitglieder - neben ihrer täglichen Ausübung zu Hause - regelmäßig einmal im Monat, um gemeinsam zu chanten, Erfahrungen auszutauschen, die buddhistische Philosophie zu studieren und Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Von Zeit zu Zeit gibt es auch Treffen für bestimmte Gruppen zum Beispiel Männer, Frauen, junge Männer und junge Frauen. Dahinter steht die Idee, daß man den Mitgliedern eine Gelegenheit bietet, frei über Themen reden zu können, die besonders wichtig für sie sind. Andere Gruppen beruhen auf beruflichen Interessen, wie zum Beispiel Kunst, Pädagogik, Medizin. Diese Gruppen sind nicht nur einfache Gesprächskreise, sondern versuchen zu vermitteln, wie auf der Grundlage der buddhistischen Ausübung der höchste Wert sowohl für den einzelnen als auch für seine Umgebung geschaffen werden kann.

Die Gemeinschaft existiert für ihre Mitglieder und wird durch sie gestaltet. Die Mitgliedschaft in der SGI ist freiwillig und kostenlos. Natürlich gibt es auch Menschen, die zwar voll und ganz mit den Lehren des Buddhismus Nichirens übereinstimmen, ihn aber dennoch lieber allein ausüben würden, weil sie das Gefühl haben, daß religiöse Organisationen unweigerlich Konformität fördern, Individualität, Meinungs- und Gedankenfreiheit einschränken. Solche Gefühle sind verständlich und ein 1 gesundes Mißtrauen gegenüber Organisationen aller Art ist wünschenswert. Allerdings ist es unumgänglich, daß jede Aktivität, an der mehr als eine Person beteiligt ist, ein gewisses Maß an Organisation erfordert. Die SGI entwickelt sich auf der Grundlage des Buddhismus Nichirens, der von der Gleichheit aller Menschen in bezug auf ihre Buddhanatur ausgeht. Er beruht auf dem tiefen Respekt vor der Einzigartigkeit und Freiheit des einzelnen. Daher gibt es in der SGI keine autoritären Strukturen und auch keine Gebote bezüglich einer einheitlichen Verhaltensweise oder einem einheitlichen Denken. Im Gegenteil ist das Ziel der Ausübung, daß jeder einzelne seine ganz persönlichen und einzigartigen Talente und Fähigkeiten voll und ganz einsetzt und so seine Buddhaschaft zeigt. Nichiren beschreibt dies mit den Worten: »Kirsche, Pflaume, Pfirsich und Haferpflaume haben ihre ganz besonderen Eigenschaften und manifestieren ihre eigenen Merkmale des ursprünglichen Buddhas, ohne ihren Charakter zu ändern.« Verantwortung in der SGI zu übernehmen bedeutet, sich auf der Grundlage des Glaubens für andere Mitglieder einzusetzen und sie in ihrem Glauben zu ermutigen. Sie ist dadurch ein Aspekt der Ausübung für andere. Verantwortliche stehen nicht über denjenigen, die keine besondere Funktion innerhalb der Gemeinschaft wahrnehmen. Sie haben keine Macht oder Autorität im eigentlichen Sinne, sondern können nur aufgrund ihrer eigenen persönlichen Erfahrungen und der daraus gewonnenen Überzeugung versuchen, andere in ihrem Glauben zu ermutigen. Daher bedeutet eine Verantwortung in der SGI auch eine Herausforderung, sich besonders um die eigene Menschliche Revolution zu bemühen. Daisaku lkeda, der 3. Präsident der SGI, beschreibt die SGI so: "zitat"»Die Organisation ist notwendig, um die gemeinsame harmonische Weiterentwicklung vieler Menschen zu ermöglichen. Wer den Buddhismus allein ausübt, wird leicht selbstgerecht und fällt seiner engen Sichtweise zum Opfer, was nicht im Sinne des Buddhismus ist. Alles in allem führt die auf sich allein gestellte Ausübung des Buddhismus nicht zum richtigen Glauben, der richtigen Ausübung und dem richtigen Studium oder zu einem richtigen, auf dem Mystischen Gesetz basierenden Verhältnis zwischen Einzelperson und Gesellschaft. Wenn Sie den Buddhismus über längere Zeit allein ausüben, werden Sie letztendlich den richtigen Weg des Glaubens aus den Augen verlieren. Wenn Sie erkennen, wie wichtig die gezenseiti2e Unterstützung für den Glauben und für ein mutiges Handeln ist, verstehen Sie auch, wie wichtig die Organisation als Ratgeber für eine richtige Ausübung ist.

»Mit diesen Ausführungen möchte ich betonen, daß unsere Organisation jedem einzelnen Menschen zum Glück verhelfen und ihn bei der Festigung seines Glaubens unterstützen soll. Der Zweck unserer Organisation besteht darin, jedem ihrer Mitglieder zu ermöglichen, den Zustand absoluten Glücks bzw. die Buddhaschaft zu erreichen (... ) Das persönliche Gespräch mit jeder Person, mit der man in Kontakt kommt, mag wie eine zähe, langsame Arbeit erscheinen; aber alte großen Aufgaben brauchen Zeit. Die Verbindungen, durch die einzelne Menschen ihr Innerstes kultivieren und verfeinern können, entstehen nicht über Nacht. Aber das Ergebnis eines solchen Unterfangens ist der Diamant des Lebens, der nicht von den Umständen unserer Umgebung zerstört werden kann, wie schlimm sie auch sein mögen. Der einzige Weg, der der Menschheit noch bleibt, ist die zuvor erwähnte zähe, langsame Arbeit. Und jeden, der meinen Vorschlag verspottet, kann ich nur nach seiner Lösung fragen.«

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